Checkliste: So gelingt das ideale Update auf neue JTL-Wawi-Versionen

Im Support sprechen wir immer wieder mit Kunden, die sich scheuen, ein JTL-Wawi Update durchzuführen. Manch einer stößt auf Probleme und weiß nicht weiter. Im Rahmen unseres stabilen Releases von JTL-Wawi 1.3 aus der letzten Woche liefern wir euch jetzt Tipps für die erfolgreiche Aktualisierung. Außerdem gehen wir auf einige gängige Fehler ein und wie ihr sie vermeiden könnt.

 

Angst vor dem Update

Mancher Kunde verweigert sich Updates von vornherein. Die Angst vor Datenverlusten oder hinderlichen Bugs ist groß. Wir verstehen diese Bedenken, möchten sie euch jedoch gern nehmen.

 

Ein Datenverlust ist beispielsweise sehr unwahrscheinlich, denn ein Update löscht keine bestehenden Daten. Tatsächlich bleibt die Datenbank von JTL-Wawi beim Update völlig erhalten. Natürlich ist eine zusätzliche Sicherung der Datenbank trotzdem stets ratsam.

 

Das Problem mit hinderlichen Bugs dämmen wir spätestens seit der Umstellung unseres Release-Prozesses ein. Denn: Wer unsere Stable Releases nutzt, verwendet eine JTL-Wawi-Version, die bereits ausgiebige interne sowie externe produktive Testphasen durchlaufen hat.

 

 

Drei gängige Fehler bei der Aktualisierung von JTL-Wawi

Drei Irrtümer stellen wir im Support nach jedem Release einer neuen Version unserer Warenwirtschaft fest. Sie wirken zwar auf den ersten Blick völlig offensichtlich, doch im Eifer des Update-Gefechts scheinen sie dennoch immer wieder vorzukommen.

 

1. Das blinde Update

Neue JTL-Wawi-Version ist da? Super! Und schon ist das Update gestartet. Erst dann stellt manch einer fest, dass gewohnte Abläufe nun anders funktionieren, Plugins und Erweiterungen den Dienst verweigern oder der eine oder andere Button die Position verändert hat. Um keine ungewollten Überraschungen zu erleben, raten wir jedem Kunden, sich bereits vor der Aktualisierung der Software über die Änderungen zu informieren. Wer obendrein auf das Stable Release setzt, kann sich zusätzlich Erfahrungsberichte anderer Händler mit den Release Candidates ansehen, um ein noch klareres Bild der neuen Version zu erhalten.

 

2. Systemvoraussetzungen haben sich geändert

Setzt eine neue Version auf veränderte Systemvoraussetzungen, haben wir in der Regel auch im Vorfeld dazu informiert. Wer also Punkt 1 beachtet hat, dürfte von Punkt 2 nicht überrascht werden. Generell empfehlen wir aber, gerade die verwendeten Systeme für unsere Produkte weitestgehend auf aktuellem Stand zu halten – insbesondere die Windows- und Serverversionen. Haben wir eine Änderung an den Systemvoraussetzungen angekündigt, sollten Anpassungen natürlich vor dem Update durchgeführt werden.

 

3. Gleichzeitige Updates auf mehreren Rechnern während des aktiven Betriebs

Ihr seid informiert, die Systemvoraussetzungen sind erfüllt – also los geht’s, oder? Nein, nicht zwangsläufig. Zunächst sollte keiner eurer Mitarbeiter zu diesem Zeitpunkt mit der Warenwirtschaft arbeiten. Wählt daher im Idealfall einen Zeitraum außerhalb eurer Geschäftszeiten für die Durchführung. Dann startet ihr das Update an einem einzelnen Arbeitsplatz und erst wenn es da vollzogen ist, nehmt ihr euch die übrigen vor. Vermeidet die Aktualisierung an mehreren Geräten gleichzeitig, bevor das erste Update an einem einzelnen Arbeitsplatz durchgeführt wurde.

Besonders wichtig: Der JTL-Worker muss während des Vorgangs ausgeschaltet sein, auf Ameisenimporte und Kassenvorgänge müsst ihr ebenfalls verzichten.

 

Wer diese drei Punkte beachtet, kann bereits jeder Menge Frust bei der Softwareaktualisierung entgehen.

 

Das ideale Update

Wie sieht denn der Idealfall aus, fragen sich nun sicherlich einige. Unser Support Team hat zu diesem Zweck eine kleine Checkliste erstellt, an der ihr euch orientieren könnt:

 

 

  • Führt eine Datensicherung durch (sollte die automatisch durchgeführten Sicherung durch einen Fehler nicht durchgeführt werden können)
  • Prüft, ob die neue Version auch eine aktuellere SQL Server-Version voraussetzt
  • Schließt alle Zusatzprogramme wie Kasse, Worker, JTL-WMS, etc.
  • Stellt sicher, dass kein Arbeitsplatz während des Update-Zeitraums an der Datenbank arbeitet
  • Prüft, ob der Benutzer, der das Update durchführt, die notwendigen Admin-Berechtigungen besitzt
  • Startet das Update nur an einem, nicht an mehreren Arbeitsplätzen gleichzeitig, ladet es herunter und installiert es. Folgt hierzu den Schritten im JTL-Guide.
  • Aktualisiert die Hauptdatenbank, dann die Mandanten, falls vorhanden

 

Sollte es bei den letzten beiden Schritten zu Fehlermeldungen kommen, macht einen Screenshot und übermittelt diesen in einem Ticket an unseren Support. Wer keinen kostenpflichtigen Support gebucht hat, findet in unserem Forum Rat und Hilfe zur Fehlermeldung.

 

Fazit

Auch wenn ein alter Grundsatz für Software „Never change a running system“ ist, bringen regelmäßige Aktualisierungen zahlreiche Vorteile mit sich. Neben Verbesserungen der Sicherheit und Optimierungen an bestehenden Funktionen bringt ein solches Update oftmals auch wichtige neue Komfortfunktionen für Händler mit sich. Wer möglichst reibungslos den Aktualisierungsprozess durchlaufen möchte, hält sich an unsere Stable Releases und beherzigt die oben genannten Schritte. Unser Stable Release zu JTL-Wawi 1.3 ist hierfür ein idealer Testkandidat!

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Veröffentlicht am Freitag, 8. Dezember 2017, in der Kategorie Produkt-News & Lösungen.
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JTL-Wawi Support
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