Das JTL-Fulfillment Network als Erfahrungsbericht – So läuft die Betaphase

Schon vor einiger Zeit haben wir euch von der Betaphase des JTL-Fulfillment Network (JTL-FFN) berichtet. Wie diese Betaphase tatsächlich abläuft und wie sich das JTL-FFN aus Sicht eines Fulfillment-Dienstleisters darstellt, zeigen wir im folgenden Interview mit der MIMO GmbH. Als Ansprechpartner dienten uns hierfür Geschäftsführer Peter Steib (PS) und sein Kollege Christian Lohner-Nittmann (CLN), der Leiter des Fulfillment-Bereichs.

 


(v.l.: Peter Steib, Christian Lohner-Nittmann)

 

JTL: Hallo Ihr beiden. Vielleicht stellt Ihr erst einmal kurz Euer Unternehmen vor.

PS: Hallo, das machen wir gern. Die MIMO GmbH ist Anbieter für Fulfillment & Services aus der Region Augsburg. MIMO steht einerseits für eine Technik in der Datenübertragung, Multiple Input & Multiple Output, anderseits für den Standort am Mittleren Moos in Augsburg. Als Unternehmen der Mediengruppe Pressedruck gehören wir zu einem etablierten Unternehmensverbund, dem Logistikdienstleistungen gewissermaßen „in den Genen“ liegen. Konkret sind wir ein Fulfillment-Anbieter, der sich auf das qualitativ hochwertige Warehousing und den Versand über alle gängigen Carrier spezialisiert hat. Dabei gibt es für uns nicht die eine Standard-Kundenanbindung, sondern verschiedene Zugangskanäle mit uns zum E-Commerce, darunter auch das JTL-FFN. Wir sind damit regional, national und auch international für unsere Kunden interessant.

 

JTL: Da sind wir ja schon beim Thema. Wie kam es denn zu Eurer Anbindung an das JTL-FFN?

CLN: Der erste Kontakt zum Thema kam im Grunde mit der JTL-Connect 2016 zustande. Ihr hattet dort das erste Mal über euren Plan zum Netzwerk gesprochen. Darüber sind wir ins Gespräch gekommen. Da MIMO im Gegensatz zu anderen Fulfillern, die JTL-Lösungen im Einsatz haben, Fulfillment-Leistungen als Kerngeschäft nutzt, passten wir gut in eure frühen Planungsphasen. Denn unser Fokus liegt einzig und allein auf der Abwicklung unserer Kundenaufträge aus dem Fulfillment-Geschäft.

Seitdem stehen wir in engem Austausch mit unseren Ansprechpartnern bei JTL und freuen uns, bei der Geburtsstunde des JTL-FFN mitwirken zu können.

 

 

JTL: Ihr hattet doch sicher vorab Erwartungen an die neue Lösung, oder?

PS: Na klar. Einerseits wollten wir mit der Zusammenarbeit eine tiefere Entwicklungspartnerschaft mit JTL vorantreiben. Wir sehen dort viel Potenzial. Andererseits ging es uns darum, JTL-Kunden so einfach und schnell wie möglich an unsere Services anzubinden. Denn die darin liegende Chance ist für uns glasklar: Wir können mit den Kunden skalieren und unser Logistik-Knowhow mit der Shop-Erfahrung der JTL-Händler kombinieren.

 

JTL: Gehen wir ans Eingemachte – wie verlief die Anbindung an das Netzwerk?

CLN: Für die Anbindung haben wir auf einen langjährigen Servicepartner von JTL, OBME, gesetzt. Deren Erfahrung und der enge Austausch zwischen JTL, Servicepartner und uns sorgte für einen nahezu reibungslosen, schnellen Start.

Nach dem Go-Live im Juni 2017 gab es natürlich, bedingt durch den Betastatus der Lösung und der Tatsache, dass wir als erster Fulfiller Aufträge für Kunden verschickt haben, einige kleine Herausforderungen. Doch die enge Zusammenarbeit hat für schnelle Lösungen jeglicher Probleme gesorgt, sodass später dazugekommene Beta-Tester sowie das JTL-FFN als Ganzes von diesen Erfahrungen profitieren konnten.

 

JTL: Das ist definitiv der Fall. Wie seht ihr denn die Entwicklung der Lösung im Ganzen? Welche Vorteile seht ihr im JTL-FFN?

CLN: Die Entwicklung der neuen Lösung sehen wir sehr positiv. Wir arbeiten ja bereits produktiv damit. Das bedeutet, dass die Prozesse stabil laufen, wichtige Lagerfunktionen wie Charge, MHD und Seriennummern auf beiden Seiten funktionieren. Auf der anderen, also der JTL-Händlerseite, bemerken wir außerdem auch wachsende Bekanntheit und Interesse. Uns ist wichtig, gegenüber Händlern zu betonen, wie einfach und gleichzeitig stabil die Anbindung an das System ist. Da sehen wir klar die größte Stärke. Im Idealfall nutzen Händler und Fulfiller sogar beide eine JTL-Infrastruktur – aus technischer Sicht perfekt, denn so liegt beiden Seiten das gleiche Verständnis für die technischen Prozesse zugrunde.

 

PS: Die frühe Teilnahme am Entwicklungsprozess der Lösung bietet weitere Vorteile. Denn so konnten wir uns aktiv in die ersten Schritte einbringen – Themen wie MHD und Seriennummern waren unseren Kunden wichtig, daher haben wir uns für ihre Umsetzung stark gemacht. Auf Kundenseite liegt der Nutzen ja auf der Hand: Der Kunde erhält eine Auswahl an Fulfillment-Dienstleistern und wird durch das Netzwerk schnell durch den „Dschungel“ aus Anbietern, Schnittstellen etc. geleitet. Die Vereinfachung der gesamten Auswahl und Anbindung ist enorm, Händler sparen Kosten und Zeit. Wir wiederum profitieren von einem reibungslosen Datenaustausch und einer engeren Bindung an die Händler.

 

 

JTL: Ihr klingt sehr zufrieden – das freut uns natürlich. Aber auch ihr stellt doch bestimmt Anforderungen an den weiteren Entwicklungsprozess, nicht wahr?

CLN: Absolut. Wir sind besonders neugierig darauf, wie die Öffnung des JTL-Fulfillment Netzwerks mittels Schnittstelle für Kunden mit Drittsystemen abläuft. Eine gute Standardschnittstelle würde uns und anderen ein völlig neues Marktpotenzial eröffnen.

Wenn wir Wünsche äußern dürften: Noch mehr Transparenz bei den Prozessen im Netzwerk wäre toll. Im Idealfall könnte der Kunde sehen, dass wir uns beispielsweise gerade im Pickprozess befinden, wenn der Auftrag bei uns diesen Status erreicht hat. Die Übermittlung der Warenwerte für den internationalen Versand steht ebenfalls auf unserer Wunschliste – aber wir sind sicher, dass ihr da bereits dran seid. (Dies ist durch JTL-Wawi 1.3.0.12 mittlerweile möglich. – Anm.d.R.)

Ansonsten vermissen wir derzeit eigene Nummernkreise für einzelne Fulfillment-Kunden. Damit würdet ihr uns in der Tat sehr helfen.

Besonders wichtig ist uns jedoch eins: Setzt den regelmäßigen produktiven und offenen Austausch mit Fulfillern, Servicepartnern und Händlern fort. Der Workshop hierzu im vergangenen Jahr bildete einen wichtigen Baustein für das Wachstum und die Weiterentwicklung des Netzwerks. Für die Zukunft des Produkts halten wir das für maßgeblich.

 

JTL: Danke für die offenen Worte. Das sehen wir ganz genauso und freuen uns schon auf den nächsten Workshop. Vielen Dank für das Gespräch!

Seid ihr neugierig, wie ihr das JTL-Fulfillment Network für euch nutzen könnt? Auf unserer Landingpage könnt ihr euch als Betatester melden. Derzeit befinden wir uns weiterhin in der geschlossenen Testphase und binden bei Bedarf neue Teilnehmer an. Im Anschluss daran planen wir den offenen Betatest, an dem jeder Interessent teilnehmen kann. Wir halten euch auf dem Laufenden!

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Veröffentlicht am Freitag, 19. Januar 2018, in der Kategorie Produkt-News & Lösungen, Success Stories mit JTL.
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Marketing-Redakteur und Teil der Blog-Redaktion
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